Zur HIV/AIDS- und Waisenkrise in Namibia

Namibia gehört zu den weltweit am stärksten von der HIV/AIDS Apidemie betroffenen Ländern.

13 Prozent der namibischen Kinder und Jugendlichen unter 18 Jahren sind nach
offiziellen Angaben Halb- oder Vollwaisen – die meisten infolge der Immunschwächekrankheit.
Nur ein Viertel aller Kinder lebt mit beiden leiblichen Eltern. Viele Kinder, die zwar Eltern haben, sind aufgrund von Armut,
Krankheit, Alkoholismus, Abwesenheit der Eltern (oder anderer Erziehungsberechtigter) unterversorgt. Laut letztem Bevölkerungszensus gibt es mehr als 7.000 Kinderhaushalte im Land.
Die meisten Waisen leben in ihrer erweiterten Großfamilie – vor allem bei den Großmüttern auf dem Land. Deren Hirsefeld und kleine staatliche Altersrente stellt die wichtigste Versorgungsgrundlage für die Kinder dar.


Literatur: "Hunger macht langsam" - Aids-Waisen im südlichen Afrika und die gesellschaftspolitischen Auswirkungen. Von Reimer Gronemeyer und Michaela Fink. Lesen
 

Namibias geographische Lage in Afrika (Quelle: Wikimedia Commons)

World Hunger Map 2015 (Word Food Program): „Mehr als 35% der Bevölkerung Namibias ist unterernährt.“