In der Nacht zum 6. Februar 2017 saßen viele Menschen wie gebannt vor dem Fernseher. Bis spät in die Nacht fieberten American-Football-Fans dem Ende des Finalspiels entgegen. Zur Halbzeit zeigte der Zwischenstand 3:21 an, für viele der Moment, den Fernseher abzuschalten, das Spiel als beendet anzusehen und ins Bett zu gehen, denn viel würde sich hier wohl nicht mehr tun.
Doch wer das Spiel vor dem Abschlusspfiff ausgeschaltet hatte, der sollte ein Ende verpassen, das Geschichte schrieb: Zum Ende der zweiten Halbzeit holte die bereits als Verlierer gehandelte Mannschaft auf, schaffte es zum Gleichstand und es ging in die erste Verlängerung in der Geschichte des Super Bowl, in der sich das bereits als entschieden gehandelte Spiel nun endgültig drehte. Was hat dieses American-Football-Spiel nun mit der Arbeit in Windhoek zu tun? Ganz einfach: Wie kurz nach der zweiten Halbzeit dieses Spieles drehten sich unsere Gedanken und Gefühle nach der Hälfte unserer Arbeitswoche darum, ob hier noch ein Erfolg in Aussicht ist. Wir hatten uns durch Wartezeiten, fehlendes Material, Telefonate und Absprachen gekämpft und immer wieder schlich sich die Frage in unsere Köpfe: „Ob das noch etwas wird?“