GIESSEN – (red). Die erste Ernte konnte bereits eingefahren werden im Garten von Okandjira, einer ländlichen Siedlung der Damara-Bevölkerung, zwei Stunden entfernt von der namibischen Hauptstadt Windhoek. Tomaten, Spinat, Kohl, Karotten, Paprika und Zwiebeln werden für den Eigenbedarf und zur Vermarktung angebaut. Weitere Feldfrüchte, wie Kürbis und Melone, sollen noch hinzukommen. Chemikalien werden nicht verwendet, zum Einsatz kommen Bio-Dünger und getrockneter Kuhdung. Ein hoher Zaun, der vor den Pavianen und Rindern schützen soll, umfasst die insgesamt 1170 Quadratmeter große Gartenfläche. Darin steht ein Gewächshaus, an dessen Dachrinnen sind vier 5000 Liter fassende Wassertanks angeschlossen. Ein Netz, aufgespannt auf Pfählen, wirft Schatten auf das freie Gartenland – ein Sonnenschutz für die Pflanzen und eine Maßnahme, um die Wasserverdunstung zu vermindern. Lange Schläuche zur Tröpfchenbewässerung überziehen den Boden.

Hoffnung in den Augen_Giessener_Anzeiger_7.6.2017 (1)